Gelungenes Tenniswochenende beim Anschütz Senior Cup 2026 in Ulm
Vom 31. Juli bis 2. August stand die Tennisanlage des TK SSV Ulm 1846 ganz im Zeichen des Seniorentennis. Beim 5. Anschütz Senior Cup kamen Spielerinnen und Spieler verschiedener Altersklassen zusammen, um sich auf den Ulmer Sandplätzen sportlich zu messen und wertvolle Punkte für die Deutsche Rangliste und die Leistungsklassenwertung zu sammeln. Das offene DTB-Ranglistenturnier der Kategorie S-6 bot Einzelwettbewerbe von den Damen und Herren 30 bis zu den Altersklassen 75 sowie bei den Herren bis 80.
Auch für mögliche Wetterunterbrechungen war das Organisationsteam bestens vorbereitet. Bei Bedarf konnten Begegnungen in die Halle verlegt werden.
Erfolgreiche Auftritte der SSV-Heimmannschaft
Auch aus Sicht des gastgebenden TK SSV Ulm 1846 bot das Turnier zahlreiche sportliche Highlights:
Besonders beeindruckend zeigte sich Kathrin Schneider in der Konkurrenz der Damen 40. Sie fegte förmlich durch das Teilnehmerfeld und gab im gesamten Turnierverlauf lediglich drei Spiele ab. Nachdem sie die ersten fünf Sätze allesamt mit 6:0 für sich entschieden hatte, gab es nur im zweiten Satz des Matches gegen Nicole Recknagel eine kleine Herausforderung, die Kathrin aber souverän mit 6:3 meisterte. Belohnt wurde ihre überragende Leistung neben wertvollen Ranglistenpunkten mit einem Pokal und dem Siegerscheck. In der Kategorie Damen 60 sicherte sich Ines Pätzmann einen hervorragenden zweiten Platz; sie musste sich lediglich der späteren Turniersiegerin Silvia Kolensky-Kreft geschlagen geben.
Bei den Herren 45 zeigte Marc Wiedbrauck ein starkes, aber leider auch etwas unglückliches Turnier. Bei zwei Siegen und zwei Niederlagen musste er beide Niederlagen jeweils gegen den Erst- und Zweitplatzierten hinnehmen – und das denkbar knapp: Nach verlorenem ersten Satz kämpfte er sich jeweils mit einem gewonnenen zweiten Satz zurück in die Partie, zog dann jedoch im Match-Tiebreak jeweils den Kürzeren.
Thomas Schneider startete bei den Herren 50 mit einem couragierten 6:1, 2:6, 10:6-Erfolg gegen den LK-besseren Christian Wellisch ins Turnier und marschierte bis ins Halbfinale, wo er sich dem späteren Turniersieger mit 4:6, 4:6 geschlagen geben musste.
Für emotionale Höhepunkte sorgte Bodo Merkle bei den Herren 55. Bei seinem allerersten K.-o.-Turnier überhaupt stürmte der Lokalmatador gegen durchweg LK-bessere Konkurrenten ins Finale. Nach deutlichen Siegen in den ersten Runden (6:2, 6:1 sowie 6:0, 6:0 im Viertelfinale gegen den an Nummer 4 gesetzten Stefan Fischbach) entwickelte sich das Halbfinale zu einem echten Krimi: Nach einer komfortablen 6:3, 5:2-Führung stellte sein Gegner das Spiel um, was Bodo vorübergehend aus dem Konzept brachte. Der Satz ging mit 5:7 verloren und die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak. Unter großem Mitfiebern der Zuschauer wehrte Bodo beim Stand von 8:9, 9:10 und 10:11 mutig drei Matchbälle ab, ehe er seinen eigenen Matchball zum 13:11 nutzte und das Finalticket löste. Im Endspiel gegen die Nummer 1 des Turniers (und Nr. 110 der deutschen Herren-55-Rangliste) war bei der 2:6, 1:6-Niederlage zwar nichts zu holen, die Freude über die fantastische Turnierleistung überwog jedoch schnell.
Ebenfalls Grund zur Freude gab es bei den Herren 70: Peter Neuhofer spielte sich mit einem Sieg und einer Niederlage (nur gegen den Turniersieger Michael Landrock) auf einen hervorragenden zweiten Platz. Bei den Herren 75 feierte Gustav Braun nach längerer Tennispause seine Turnier-Rückkehr und sammelte in zwei Gruppenspielen wertvolle Spielpraxis. Eine Erwähnung verdient zudem die Nebenrunde der Herren 55: Auch wenn hier kein SSV-Spieler am Start war, ging der Sieg an Dirk Schöll, den Inhaber unseres Sponsors Tennisman.de.
Gemeinschaft und Dank
Neben dem sportlichen Wettbewerb standen vor allem die Freude am Tennis und das gemeinschaftliche Miteinander im Mittelpunkt. Gerade im Seniorenbereich sind Turniere wie der Anschütz Senior Cup weit mehr als die Jagd nach Ranglisten- oder LK-Punkten. Sie bringen Spielerinnen und Spieler unterschiedlicher Vereine und Generationen zusammen und zeigen, wie viel Begeisterung, Ehrgeiz und Zusammenhalt der Tennissport vermitteln kann.
Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Organisationsteam sowie dem Schiedsrichter-Gespann um KaWo, Oli und Peter für die souveräne Spielleitung. In der Turnierleitung sorgten Luna und Mia für einen reibungslosen Ablauf des Spielbetriebs, während Julian als Bespanner eine schnelle und unkomplizierte Hilfe für alle Teilnehmer bot, die kurzfristig einen frisch bespannten Schläger benötigten. Für das leibliche Wohl und beste Stimmung abseits der Plätze zeichneten sich Jens, Michaela und ihr Team in der Spielergastro verantwortlich.
Ein solches Turnier ist ohne starke Partner nicht denkbar: Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Hauptsponsor Uwe Anschütz, an Tennisman.de sowie an Fink Plexiglas für das Sponsoring der stilvollen Pokale.
Danke an alle genannten Helferinnen und Helfer – sowie an alle weiteren Engagierten vor und hinter den Kulissen, die hier vielleicht nicht namentlich genannt sind –, die mit ihrem Einsatz, ihrer Freundlichkeit und der sorgfältigen Vorbereitung den perfekten Rahmen für ein rundum gelungenes Tenniswochenende beim TK SSV Ulm 1846 geschaffen haben. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Auflage im Jahr 2027!
Die Turniersiegerinnen und -sieger im Überblick
- Damen 40: Kathrin Schneider (Tennisklub SSV Ulm 1846)
- Damen 60: Silvia Kolensky-Kreft (TC Winnenden)
- Herren 30: Michael Argauer (TC Kempten)
- Herren 40: Vitali Willmann (TA KV Stuttgart 95)
- Herren 45: Patrick Sing (Tennisfreunde Birkenhard)
- Herren 50: Jens Wagner (TSV Pfuhl)
- Herren 55: Christoph Jäger (Freiburger Tennis-Club e.V.)
- Herren 55 (Nebenrunde): Dirk Schöll (TSV Betzigau)
- Herren 60: Marc Cueto (FC Forstern)
- Herren 70: Michael Landrock (TA SV Arnegg)
- Herren 75: Gerhard Baumeister (TC Westerheim)