Nicht größer, sondern besser. Mit diesem Eindruck endete die Ninja Parcours Challenge 2026 powered by Sparkasse Ulm auf der Ulmer Gänswiese. Erstmals wurde der Wettbewerb auf zwei Tage verteilt. Die Zahl der Startplätze wuchs dadurch zwar nur moderat, der eigentliche Gewinn lag jedoch in der Qualität des Wettkampfs. Mehr Zeit zwischen den Läufen sorgte für einen ruhigeren Ablauf, bessere Vorbereitungsmöglichkeiten und eine insgesamt entspanntere Atmosphäre für Athletinnen, Athleten und Zuschauer.
Mit der Ninja Parcours Challenge hat sich der SSV Ulm 1846 e.V. Schwörsporttag in den vergangenen Jahren als fester Austragungsort innerhalb der Deutschen Ninja League etabliert. Anders als bei großen TV-Formaten steht hier nicht die Show im Mittelpunkt, sondern der Sport und die Nachwuchssportlerinnen und -sportler. Für viele Kinder ist die Ninja Parcours Challenge auf der Gänswiese der erste Wettkampf ihrer noch jungen Ninja-Laufbahn. Erstmals stehen sie an der Startlinie, stellen sich einem Publikum und messen sich mit Gleichaltrigen. Gleichzeitig bietet der Wettkampf ambitionierten Athletinnen und Athleten der Leistungsklasse 2 eine etablierte Bühne. So treffen erste Wettkampferfahrungen auf erfahrene Ninja-Sportler – und genau diese Mischung prägt die besondere Atmosphäre der Veranstaltung.
Zu dieser Entwicklung trug auch eine Besonderheit bei, die ursprünglich gar nicht geplant war. Aufgrund der Wetterprognosen wurde der gesamte Wettkampf kurzfristig ins Festzelt verlegt. Was zunächst eine organisatorische Entscheidung war, entwickelte sich im Laufe des Wochenendes zu einem echten Gewinn. Die kompakte Kulisse rückte Athletinnen, Athleten und Publikum näher zusammen. Jeder Start wurde intensiver verfolgt, jeder Buzzer lauter gefeiert und jeder gelungene Lauf unmittelbar mit Applaus begleitet. Statt sich auf der weitläufigen Gänswiese zu verteilen, entstand eine Wettkampfatmosphäre, die von vielen Beteiligten als deutlich dichter und emotionaler wahrgenommen wurde.
Sportlich bot die Ninja Parcours Challenge zahlreiche spannende Entscheidungen. Nach den Qualifikationsläufen am Freitag und Samstag kämpften die besten Athletinnen und Athleten ihrer Altersklassen in den Finaldurchgängen der AOK-Finalchallenge um den Tagessieg. Oft entschieden nur wenige Sekunden über die Reihenfolge auf dem Podium. Bei den Erwachsenen setzte sich Paul Dechant vor Daniel Fink und Leo Rothermel durch. Maria Müller gewann die Frauenkonkurrenz. In den Kids-Klassen sicherten sich Elion Ertle und Lilly Abbenseth die Siege, während Hektor Müller und Emma Tullius die Teen-Wertungen für sich entschieden. Bei den Masters standen Stefan Settele und Susanne Seiwald ganz oben auf dem Podest.
Wer die Ninja Parcours Challenge verfolgte, kam an Chris Balkheimer kaum vorbei. Vom ersten Aufbau des Parcours bis zur letzten Siegerehrung war der erfahrene Ninja-Sportler das Gesicht des Wettkampfs. Er brachte die Hindernisse aus seiner eigenen Ninja-Halle nach auf die Wiese, koordinierte gemeinsam mit dem Organisationsteam den Aufbau und führte an beiden Tagen mit Fachwissen, Humor und viel Gespür für die Athletinnen und Athleten durch den Wettkampf. Der erstmals angebotene Ninja Playground, ermöglicht durch Hauptpartner Sparkasse Ulm, lud Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, die Hindernisse ohne Wettkampfdruck auszuprobieren. Während im Wettkampf um Sekunden gekämpft wurde, sammelten nebenan die nächsten Nachwuchs-Ninjas ihre ersten Erfahrungen – eine Verbindung, die den Charakter des Schwörsporttags besonders gut widerspiegelte.
Als am Ende des Finaltages die letzten Siegerinnen und Sieger geehrt wurden, war der Wettkampf zwar entschieden. Im Ninja Playground hingen jedoch noch immer Kinder an den ersten Hindernissen, feuerten sich gegenseitig an. Während im Zelt die Urkunden und Preise vergeben wurden, begann für viele direkt daneben vielleicht schon die Geschichte ihres ersten Ninja-Wettkampfs.












