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SSV Ulm 1846 e.V.

Schwimm- und Sportverein Ulm 1846 e.V.

Stadionstraße 17

89073 Ulm


Tel.: 0731 1846 0

E-Mail: info@ssvulm1846.de

Menschen in blauviolett beleuchteter Sporthalle vor SSV 1846 Wandlogo
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Ein letzter Tanz in der Jahnhalle - SSV Ulm 1846 e.V. feiert emotionalen Abschied der altehrwürdigen Sporthalle

Mit einer stimmungsvollen „Abrissparty“ hat sich der SSV Ulm 1846 e.V. am vergangenen Samstagabend von seiner traditionsreichen Sporthalle “Jahnhalle” verabschiedet. Bevor in den kommenden Wochen die Bagger anrollen und der Neubau des Beurer Sportparks beginnt, feierten rund 800 Vereinsmitglieder und ihre Begleitpersonen noch ein letztes Mal in der sportlichen Heimat vieler Generationen bis spät in die Nacht.

Ein Abschied mit Musik, Farbe und Geschichte
Die Jahnhalle wurde noch einmal zu dem, was sie jahrzehntelang war – Mittelpunkt des Vereinslebens und Treffpunkt für alle Generationen beim “Verein für die ganze Familie”. Zwei Tanzflächen, Musik von DJs und vier Bars sorgten für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Besonders beliebt war die „Filzstift-Aktion“, bei der die Gäste die Wände mit bunten Botschaften, Erinnerungen und Danksagungen füllten – ein lebendiges Abschiedsgraffiti, bevor die Halle Geschichte wird.

Noch bevor in der Sporthalle zum “letzten Tanz” gebeten wurde, konnten sich die Gäste bei der offiziellen Versteigerung Erinnerungsstücke sichern. Die Auktion originaler Parkettstücke der Sporthalle kam gut an und schon beim ersten “Stück Jahnhalle” gingen viele Hände nach oben. Unter dem Motto „Ein Stück Vereinsgeschichte zum Mitnehmen“ wechselten die aufbereiteten Parkettstücke mit Inschrift zu teils für 100 Euro den Besitzer. „Es geht nicht um den Preis, sondern um das Gefühl, ein Stück dieser Halle in den Händen zu halten, an der so viele Erinnerungen hängen“, bestätigte Abteilungsleiter Tanzsport, Fabian Ritter. Er hatte sich an diesem Abend bei der Versteigerung den Zuschlag für das erste Erinnerungsstück gesichert.

Zwischen Wehmut und Aufbruch
Für viele Mitglieder war es ein Abend zwischen Nostalgie und Vorfreude. „Die Jahnhalle war über Jahrzehnte ein Ort des Sports, der Begegnung und der Gemeinschaft für alle Generationen“, sagte Präsident Willy Götz in seinem Grußwort. Für ihn selbst sind es weniger die sportlichen Erinnerungen, die hängen bleiben werden: "Ich werde zum Beispiel nie vergessen, wie ich mich 2011 den Mitgliedern hier in dieser Halle als neuer Präsident angeboten habe und gewählt wurde." Auch all die Ehrungen von Jubilaren und Sportlern in den bisher 14 Jahren seiner Amtszeit würde er immer in Erinnerung behalten. „Natürlich fällt der Abschied schwer – aber zugleich blicken wir mit Stolz und Zuversicht auf all das, was kommt", so der Präsident. Auch Geschäftsführer Fabian Göggel betonte die emotionale Bedeutung des Moments: „Wir feiern heute nicht nur die Vergangenheit, sondern auch den Aufbruch in die Zukunft – mit dem Beurer Sportpark entsteht eine moderne Heimat für den Verein und vor allem für unsere Abteilungen.“

Viele nutzten den Abend, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, eine letzte Kugel auf der legendären Jahnhallen-Kegelbahn zu spielen oder jeden Winkel der bald 100-jährigen Halle noch einmal zu besichtigen – und genau das machte die besondere Atmosphäre der Abrissparty aus: Von Jung bis Alt, von den Nachwuchssportlerinnen und -sportlern bis zu den “Vereinsurgesteinen” kamen Generationen zusammen, um die Jahnhalle ein letztes Mal mit Leben zu füllen.

Tanz, Techno und Tradition
Direkt nach der Versteigerung wurde das Parkett der Sporthalle noch ein letztes Mal zum Beben gebracht. Vor allem die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzsportabteilung des Vereins ließen sich diese letzte Gelegenheit nicht nehmen. Während in der Sporthalle zu Mainstream-Musik bereits ausgelassen getanzt und gefeiert wurde, wurde noch ein zweiter Dancefloor im ehemaligen Tennissaal – mit elektronischer Musik und Club-Atmosphäre eröffnet. Bis weit nach Mitternacht tanzten die Mitglieder unter dem Motto „Save the last dance“, bevor am Montagmorgen die Versorgungsleitungen der Halle gekappt wurden. Ende November/Anfang Dezember beginnt dann der Abriss – und mit ihm ein neues, großes Kapitel in der Vereinsgeschichte.

Ein Abend voller Erinnerungen – ein Verein im Aufbruch
„Wir sagen Danke – an alle, die diese Halle mit Leben gefüllt haben“, fasst Präsident Willy Götz zusammen. „Die Jahnhalle geht – aber das, was sie bedeutet, bleibt: Gemeinschaft, Sport und Herzblut. All das tragen wir mit in die Zukunft.“

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