Das war super: Über 200 Helfer - vom Oberschiedsrichter bis zur Körbchenträgerin - gaben während der 25 Stunden Wettkampfzeit alles, um den über 1.500 Athleten optimale Bedingungen zu schaffen.
Und die dankten es mit hochkarätigen Leistungen, wie beim 8-Meter-Sprung des Hamburgers Simon Plitzko, dem fast 80-Meter-Wurf von Nick Thumm (VfB Stuttgart) und dem Tausendstel-Sieg der schwäbischen Lokalmatadorin Rosina Schneider (TV Sulz) im Hürdenfinale. Der DLV konnte mit 96 Athletinnen und Athleten eine Rekordzahl für die U23-Europameisterschaften in Norwegen nominieren. Darunter 23 Athleten aus Baden-Württemberg und auch die beiden Athletinnen, denen im 400 m Hürden-Vorlauf eine Hürde vorenthalten wurde, die aber im Finale die Top-Bedingungen zu qualifähigen Leistungen nutzen konnten. Auch die U16 ging dabei nicht unter, wie deutsche Bestleistungen oder der portugiesisch-schwäbische Doppelmeister Clesio de Carvalho mit über 18 Metern mit der Kugel und 67 Metern mit dem Diskus bewies.
Die optimalen Bedingungen im Donaustadion mit Aufwärmanlage “ums Eck”, vielen fleißigen Helfern und der allseits gelobten Cafeteria zeitigten den erwünschten Erfolg, so dass Abteilungsleiter Florian Wacker ein mehr als zufriedenes Fazit ziehen konnte. Die Zusammenarbeit der Partner DLV, WLV, SSV 46 und der Stadt Ulm ist vorbildlich und zukunftsfähig. Die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen werden schon ins Auge gefasst.
Dass es sportlich dieses Mal zu keinen Medaillen gereicht hat, war bei der üblichen Talentekonjunktur zu erwarten. Die Breite des Ulmer Nachwuchses schürt die Hoffnung auf weitere Medaillen in den höheren Jahrgangsstufen und insbesondere im Mehrkampf. Mit Bronze für Speerwerferin Franca Arnold, im zweiten Jahr bei Schott Mainz, gab es zumindest einen Medaillenanteil ;-)
Jule Insinna erreichte im Diskuswerfen mit 49,26 m den achten Rang. Zwei Mal knapp am Finale vorbei ging's für Benjamin Schwinn, der sich zumindest aber über eine deutliche Steigerung über 300 m Hürden und die Quali fürs B-Finale freuen durfte. Im Hochsprung hatte er sich natürlich mehr als die 1,75 m erwartet. Für die noch-U20-Läufer Moritz Mayr und Leni Burk sowie Jessy Aschersleben war das U23-Finale noch nicht drin. Die Aufregung bei der ersten deutschen Meisterschaft war auch bei den beiden Sprintstaffeln der U16 zu spüren, die ihre Wechsel nicht sauber durchbrachten und so die Chance auf neue Bestzeiten verpassten.








