Bewegung, frische Luft und ein aktiver Beitrag für eine saubere Umwelt: Genau diese Kombination nutzen einige Freiwillige am vergangenen Samstagvormittag in der Ulmer Friedrichsau. Unter dem Motto „Plogging – Joggen und Müll sammeln“ lud der Verein sowie das Team Donaurunning, die Stadt Ulm, die Entsorgungsbetriebe EBU und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) zu einer gemeinsamen Aktion ein.
Bewegung für die Umwelt
Ob joggend, walkend oder gemütlich spazierend – die Teilnehmenden, vorwiegend Mitglieder des Vereins, bei der Plogging Aktion am Samstag hatten ein gemeinsames Ziel: die Friedrichsau von Abfällen, Müll und allem, was da nicht hingehört zu befreien und dabei gleichzeitig sportlich aktiv zu sein. Ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken schwärmte die bunt gemischte Gruppe nach einem gemeinsamen Warm-up und einer kleinen Instruktion des DONAURUNNING Lauftrainers Stefano Poltronieri in alle Richtungen aus. Schon nach kurzer Zeit stapelten sich die Fundstücke an der roten SportBox – von Plastikresten über Glasflaschen bis hin zu Kronkorken und Zigarettenstummeln. „Plogging ist mehr als nur Müllsammeln beim Laufen – es ist ein Ganzkörpertraining“, erklärte Lauftrainer Stefano Poltronieri, der die Gruppe anleitete. Durch das ständige Bücken, Aufstehen und Weiterlaufen werde der Bewegungsablauf abwechslungsreich und gleichzeitig effektiv für Fitness und Gesundheit.
Die Aktion fand bewusst am „Donau-Clean-Up“-Tag statt, an dem entlang der gesamten Donau Aufräumaktionen organisiert werden. Für das Team DONAURUNNING und einige der Teilnehmenden war es bereits die dritte gemeinsame Plogging-Aktion. „Es ist beeindruckend, wie viel Abfall man in kurzer Zeit zusammenbekommt – und wie viel Spaß es gleichzeitig macht, dies gemeinsam in der Gruppe zu tun“, so Poltronieri. Neben dem sportlichen Effekt stand auch der Gedanke im Vordergrund, Bewusstsein für den Umgang mit der Umwelt zu schaffen.
Funde mit Überraschungseffekt
Neben unzähligen Kleinteilen wie Papier und Plastik kamen auch kuriose Fundstücke ans Licht – darunter eine alte Unterhose, eine Flasche Grillanzünder und ein defektes Grillgitter - wohl die Überreste einer gelungenen Sommerparty. Entsorgt wurden die prall gefüllten Säcke im Anschluss von den EBU.
Als Dankeschön für ihr Engagement erhielten die Helferinnen und Helfer kleine Aufmerksamkeiten von der SWU sowie der EBU – und natürlich die Einladung, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.
Fortsetzung geplant
Die Resonanz war durchweg positiv – und das macht Lust auf mehr. „Wir werden das Plogging im kommenden Jahr auf jeden Fall fortsetzen“, kündigte Poltronieri an.
Hintergrund:
Plogging stammt ursprünglich aus Schweden. Der Begriff setzt sich zusammen aus „plocka upp“ (aufheben) und „jogging“. Es kombiniert Umweltschutz mit sportlicher Betätigung und wird inzwischen weltweit praktiziert.





