Roth, 6. Juli 2025 – Die Challenge Roth 2025 bot wieder einmal alles, was das Herz von Triathlon-Fans höherschlagen lässt: Spannung, Emotionen und beeindruckende sportliche Leistungen. Im Ulmer Fokus standen in diesem Jahr drei Athleten des SSV Ulm 1846: Ines Hildebrand, Andreas Steur und Uwe Gerstenmaier.
Da das Tragen eines Neoprenanzugs aufgrund der warmen Wassertemperaturen im Main-Donau-Kanal verboten war, gestaltete sich das Schwimmen besonders herausfordernd. Dennoch absolvierte Andi die 3,8 Kilometer mit einer für ihn guten Zeit und stieg nach knapp 1:11 Stunden aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel aufs Rad verlief die erste Runde im Sattel vielversprechend. Auf der zweiten Runde wurde es auf der Strecke zunehmend voller. Ein unachtsamer Spurwechsel einer anderen Teilnehmerin führte schließlich zu einem folgenschweren Sturz. Trotz sichtlicher Blessuren und gebrochener Speichen am Vorderrad kämpfte sich Andreas über die verbleibenden 60 Kilometer. In der zweiten Wechselzone wurde er von den freiwilligen Helfern versorgt. Nachdem die Wunden mit Vaseline behandelt wurden, ging es mit ungebrochenen Willen in den Marathon. Die erste Hälfte lief gut, doch der lange Anstieg nach Büchenbach wurde zur mentalen Prüfung. Am Ende stand eine Zielzeit von unter 10 Stunden – ein beeindruckendes Ergebnis angesichts der Umstände.
Für Uwe Gerstenmaier war es bereits die achte Teilnahme an der Challenge Roth und seine zehnte Langdistanz. Mit einem soliden Schwimmen und einer starken Radleistung legte Uwe eine stabile Grundlage. Der abschließende Marathon wurde dann zur echten Herausforderung – ein innerer Kampf, der viel mentale Stärke erforderte. Doch Uwe blieb dran, Kilometer für Kilometer, Schritt für Schritt – bis ins Ziel. Mit einer Gesamtzeit von 12:09:25 Stunden bewies er einmal mehr, dass Ausdauer nicht nur eine körperliche, sondern vor allem eine mentale Disziplin ist.
Ines ging als Staffelstarterin erst nach allen Einzelstarts ins Wasser. Die lange Wartezeit konnte sie mit dem Verfolgen der Profis beim Schwimmen und dem Aufsaugen der einzigartigen Atmosphäre beim Schwimmstart überbrücken. Im Gewühle des Massenstarts war Ines einigen Hieben und Tritten ausgesetzt. Nachdem sich das Pulk nach einiger Distanz etwas aufgelockert hat, konnte Ines ihren Rhythmus finden. Nach 1:08:30h übergab Ines den Staffelstab. Nach mindestens genauso starken Rad- und Laufperformances finishte ihre Staffel mit einer Gesamtzeit von 9:20:31h.


