Helsinki, 11./12.04.2026 – Nach 8 Jahren kehrten die Ultramehrkämpfer zur Austragung der Hallen-Weltmeisterschaften im 14-Kampf nach Helsinki zurück. Zu den Teilnehmern aus 15 Nationen gehörten auch Alice Schneeweiß, Eva Schwarz, Helmut Schicke und Markus Stiegler vom SSV Ulm 1846. Als Coach und Betreuer war der erfolgreiche und erfahrene Ultramehrkämpfer Günther Schmid mit an Bord. Verletzungsbedingt kurzfristig ausgefallen, leistete er nun wertvolle Dienste für das restliche Team. Vielen Dank für diesen großartigen Einsatz, Günther.
Mit einer tollen Zeit von Eva und neuer persönlicher Bestleistung von Alice über 60 m starteten die beiden Damen in der W40 sehr stark in den Wettkampf. Konnte Eva schon auf ihre Erfahrung vom vergangenen Jahr zurückgreifen, war es für Alice der erste Ultramehrkampf überhaupt. Vollkommen unbeeindruckt hiervon lieferte sie großartige Leistungen ab. Neben der PB über 60 m, gelang ihr dies auch bei 800 m, 400 m und am zweiten Wettkampftag auch im Gewichtswurf und über 200 m. Eva lieferte gewohnt starke Sprintleistungen und zeigte der Konkurrenz, die unter anderem mit einer Olympiateilnehmerin bestückt war, im Kugelstoßen und Dreisprung die Rücklichter. Beide Ulmerinnen mussten an ihre Grenzen, vielleicht auch darüber hinaus gehen und einen harten Kampf um Punkte über zwei lange Wettkampftage ausfechten, ehe am späten Sonntagabend in der Liikuntamylly-Sporthalle zu Helsinki feststand, dass zwei Medaillen mit nach Hause reisen werden. Durch ihre starken Laufleistungen bei 3000 m und 5000 m schaffte es Alice am Ende ein paar Punkte vor Eva zu liegen. Bei Eva war es ihrer puren Willenskraft zu verdanken, den Wettkampf trotz Knieprobleme zu Ende zu bringen und die restliche Konkurrenz hinter sich zu lassen. Strahlendes Lächeln und Deutschlandfahnen bei der Siegerehrung, die ganzen Anstrengungen waren für einen Moment vergessen. Hinter der Finnin Kirsi Helén gab es Silber für Alice und Bronze für Eva. Ganz stark, Mädels.
Helmut Schicke startete nach zwei Freiluft 20-Kämpfen nun zum ersten Mal auch im Ultramehrkampf in der Halle. Mit einem durchwegs ausgeglichenen Wettkampf ohne Ausrutscher zeigte er starke Leistungen. In der hochkarätig besetzten Altersklasse M60 lieferte er sowohl in den technischen Disziplinen als auch im Laufen harte Duelle mit der Konkurrenz. Lediglich in seiner Lieblingsdisziplin, dem Stabhochsprung, wollte es nicht so richtig funktionieren. Da man vor Ort nicht auf die gewohnten Stäbe zurückgreifen konnte, verhinderte dies Sprünge seinerseits im Bereich um die 3 m. Am Ende sprang für ihn mit 5696 Punkten der tolle 7 Platz heraus.
In der M55 war bereits nach den ersten 3 Disziplinen 60 m, Weitsprung uns 800 m klar, dass der Kampf um die Medaillen ziemlich eng werden wird. Mit dabei auch Markus und sein altbekannter Landsmann und Titelverteidiger Stephan König. Gemeinsam kämpfte man gegen die vornehmlich finnische Konkurrenz und puschte sich gegenseitig von einer zur nächsten guten Leistung. Hinter dem überragenden und amtierenden 20-Kampf Weltmeister Olof van Zyl aus Südafrika entbrannte der Kampf um Silber und Bronze - Spannung pur bis zu den abschließenden 5000 m. Beide Deutschen schafften es, sich hier noch am vor ihnen liegenden Finnen Jukka Hannula auf die Medaillenränge nach vorne zu arbeiten. Silber für Markus mit neuer PB von 7285 Punkten - der verdiente Lohn und die dritte Medaille für die Ulmer.
Zurück in Deutschland wird für die vier das Training im heimischen Donaustadion mit Julia Gastel und Karol Grolik wohl noch ein paar Tage sehr dosiert erfolgen müssen, ehe man der Freiluftsaison entgegeneifert. Danke für die tolle Unterstützung und Motivation aus der gesamten Trainingsgruppe.
Markus Stiegler






