Ein Traum wurde für Langstreckenläuferin Verena Cerna, SSV Ulm 1846, in der indischen Hauptstadt wahr. Bei den Ultra-Marathon-Weltmeisterschaften in Neu-Dehli über 50 Kilometer holte sie sich in der Einzelwertung den achten Platz, wurde mit der deutschen Mannschaft, in der sie mit Abstand die Schnellste war, Fünfte und als Sahnehäubchen obenauf sicherte sie sich mit klarem Vorsprung den Weltmeistertitel in ihrer Altersklasse W45.
Dabei blieb die Ulmerin mit ihrer Laufzeit von 3:26,21 Stunden nur gut drei Minuten hinter ihrem Hausrekord aus dem letzten Jahr zurück. Dies war dem Umstand geschuldet, dass sie sich ihr Rennen bei der frühen Startzeit von 04:00 Uhr und den schwül-warmen Temperaturen gut einteilte, gleichmäßig lief und sich auch nicht von den schnellen Britinnen, die sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft am Ende vorne lagen, beirren ließ.
Leider hatten ihre Teamkameradinnen weniger Glück bei ihrem ersten internationalen Einsatz. Florentine Beese plagten ab der Rennhälfte muskuläre Probleme und auch bei Friederike Schoppe traten ähnliche Symptome und Muskelkrämpfe auf. Mit ihren Ergebnissen von 3:40,18 Stunden (16.) und 3:4323 (19.) kamen die Mitstreiterinnen von Verena Cerna leider nicht an ihr gewohntes Leistungsniveau heran, so dass die möglich gewesene Bronzemedaille nicht realisiert werden konnte.
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Wieland Pokorny


